Sitzknochen-Schmerzen nach dem Radfahren entstehen meist, weil dein Gewicht nicht sauber auf beiden Sitzknochen liegt: Der Sattel passt nicht zu deinem Sitzknochenabstand, er ist falsch geneigt oder zu hoch, oder du fährst länger als gewohnt. Was hilft: Sitzknochenabstand messen, eine passende Sattelbreite wählen, Höhe und Neigung prüfen und immer nur eine Sache auf einmal ändern.
Ein leichtes Druckgefühl nach den ersten Touren der Saison ist normal und lässt meist nach ein paar Fahrten nach. Bleibt der Schmerz oder wird er stärker, stimmt etwas am Setup.
Was sind die Sitzknochen und warum tragen sie dein Gewicht?
Die Sitzknochen sind die beiden Knochenvorsprünge unten am Becken, auf denen du auch auf einem Stuhl sitzt. Auf dem Sattel sollen sie den Großteil deines Gewichts tragen, damit Weichteile, Damm und Steißbein entlastet bleiben. Liegen sie nicht richtig auf, drückt der Sattel auf eine kleine Stelle, und genau dort entsteht der Schmerz.
Typische Anzeichen:
- Dumpfer Druck links und rechts am Gesäß während der Fahrt
- Schmerz nur an einem Sitzknochen, weil du schief auf dem Sattel sitzt
- Empfindlichkeit beim Sitzen am Tag nach der Tour
- Du rutschst auf dem Sattel ständig nach vorn oder hin und her
Warum tun die Sitzknochen nach dem Radfahren weh? Die 5 häufigsten Ursachen
1. Sattel zu schmal: Die Sitzknochen liegen auf der Kante oder neben der Sattelfläche. Der Druck sammelt sich auf einer kleinen Fläche. Wie breit dein Sattel sein sollte, hängt von deinem Sitzknochenabstand ab.
2. Sattel zu breit: Auch das kommt vor. Ein zu breiter Sattel reibt an den Innenschenkeln und lässt dich unruhig sitzen, vor allem in sportlicher Haltung.
3. Neigung falsch: Zeigt die Sattelspitze nach unten, rutschst du nach vorn und stützt dich mit den Händen ab. Zeigt sie nach oben, drückt der Sattel vorn. Der Ausgangspunkt ist waagerecht.
4. Sattel zu hoch: Ist dein Bein bei durchgetretenem Pedal ganz gestreckt, kippt das Becken bei jedem Tritt zur Seite. Die Sitzknochen reiben dabei auf dem Sattel.
5. Ungewohnte Belastung: Nach einer Pause, mit einem neuen Sattel oder auf einer ungewohnt langen Tour brauchen die Sitzknochen ein paar Fahrten, bis sie sich an die Belastung gewöhnt haben. Steigere die Dauer deiner Touren deshalb schrittweise.
